Baufinanzierungslexikon

Annuitätendarlehen

Das Annuitätendarlehen ist die häufigste Form der Baufinanzierung. Das wichtigste Merkmal sind die gleichbleibenden monatlichen Rückzahlungsraten (Annuitäten), wobei der Zinsanteil kontinuierlich zu Gunsten des Tilgungsanteils sinkt. Für die Darlehensnehmer bringen die konstanten Rückzahlungsraten eine sehr gute Planbarkeit mit sich.

 

Anschlussfinanzierung

Bei einer Anschlussfinanzierung wird ein bestehendes Darlehen durch ein neues, in der Regel in Höhe der Restschuld, abgelöst. Sondertilgungen sind jetzt in beliebiger Höhe möglich. Wenn das neue Darlehen bei der gleichen Bank aufgenommen wird, spricht man auch von einer Prolongation. Eine Umschuldung wird vorgenommen, wenn der Kreditnehmer die Bank wechselt. Hier sollte auf jeden Fall immer ein unabhängiger Bankenvergleich stattfinden, hier liegt enormes Einsparpotenzial.

 

Auflassungsvormerkung

Sichert den Anspruch auf Übertragung des Eigentums an einem Grundstück. Sie schützt den zukünftigen Eigentümer davor, dass der Verkäufer das Objekt z. B. an eine weitere Person verkauft und/oder mit weiteren Lasten und Beschränkungen belastet.

 

Bauherren-Haftpflichtversicherung

Diese Versicherung deckt Schäden, die Dritte bei einem Neubau während der Bauphasen erleiden können und für die der Bauherr haftbar ist.

 

Bauleistungsversicherung

Eine Bauleistungsversicherung dient dazu und leistet, wenn während der Bauphase an der Immobilie Schäden entstehen. Diese können durch Naturkatastrophen, Diebstahl oder Vandalismus verursacht werden. Leider wird auf einer Baustelle sehr viel gestohlen.

 

Bausparvertrag

Vertrag mit einer Bausparkasse, durch den der Darlehensnehmer nach Ansparen der Bausparsumme ein Bauspardarlehen erhalten kann.

 

Bauzeitzinsen

Die Bauzeitzinsen sind die Summe der während der Bauphase anfallenden Zinsen einer Baufinanzierung. Die Zinsen werden für den Betrag fällig, der bereits ausbezahlt ist. Hier rechnen die Banken Taggenau ab. Siehe auch bereitstellungszinsfreie Zeit.

 

Beleihungsauslauf

Der Anteil des Objektwertes aus Sicht der Bank, der finanziert wird. Der Beleihungsauslauf bezieht sich auf den Beleihungswert einer Immobilie, nicht auf den Kaufpreis. Banken nehmen hierbei oft sehr große Sicherheitsabschläge vor.

 

Beleihungswert

Von der Bank festgelegter Wert einer Immobilie. Der Beleihungswert entspricht dem Verkehrswert abzüglich eines großzügigen Sicherheitsabschlages. Dieser dient grundsätzlich für interne Zwecke, bei manchen Banken auch zur Festlegung des Zinssatzes.

 

Bereitstellungszinsen

Entgelt für die vom Kreditinstitut bereitgestellten und vom Darlehensnehmer noch nicht in Anspruch genommenen Darlehen oder Darlehensteile. Hier sollte unbedingt auf die bereitstellungszinsfreie Zeit geachtet werden.

 

Beurkundung

Zur Beurkundung treffen sich Käufer und Verkäufer beim Notar. In Gegenwart aller Beteiligten liest der Notar den gesamten Text des Kaufvertrags vor. So stellt er sicher, dass allen klar ist, was sie unterschreiben werden. Beide Parteien haben die Gelegenheit, Fragen zu stellen oder strittige Punkte zu behandeln. Achten Sie als Käufer darauf, dass für Sie keine Fragen offen bleiben und Ihre Interessen berücksichtigt sind. Mann kauft nicht jeden Tag ein Haus.

Sind alle Parteien einverstanden, unterschreiben Käufer, Verkäufer und Notar den Vertrag. Das Notariat fertigt Kopien für die Vertragsparteien, für das Grundbuchamt, die Gemeinde und das Finanzamt an.

Ein Widerrufsrecht besteht nicht. Der Vertrag ist mit Unterschrift rechtswirksam.

Als nächster Schritt auf dem Weg zum Immobilieneigentum folgt nun die Vormerkung im Grundbuch.

 

Cap-Darlehen

Ein Cap Darlehen ist interessant für Kunden, die nur kurzfristig finanzieren möchten. Das Darlehen kann jederzeit während der Laufzeit ohne Vorfälligkeitszinsen oder sonstige Gebühren zurück gezahlt werden. Der Zinssatz ist jedoch auch Variabel, aber nur in den sogenannten Cap Grenzen.

 

Disagio

Differenz zwischen Nominalbetrag und tatsächlicher Auszahlung eines Darlehens. Das Disagio stellt eine Zinsvorauszahlung dar, die dazu führt, dass die Bank den Sollzins senkt. Für Kapitalanleger kann ein Disagio steuerlich interessant sein, da es als Werbungskosten absetzbar ist.

 

Elementarversicherung

Die Elementarversicherung deckt Schäden durch Naturgewalten ab, z.B. Hochwasser, Überschwemmungen,  Lawinen oder Erdbeben. Der Versicherungsschutz wird im Rahmen der Gebäudeversicherung vereinbart.

 

Endfälliges Darlehen

Ein endfälliges Darlehen ist ein Kredit der am Ende der vereinbarten Laufzeit in einer Summe komplett zurück gezahlt wird. Während der Laufzeit erfolgt in der Regel keine laufende Tilgung. Dies kann Sinn machen, wenn der Kunde die monatliche Belastung gering halten möchte und sichergestellt ist, dass zum Ende der Darlehenslaufzeit das Geld zur Verfügung steht, z.B. durch eine Lebensversicherung.

 

Energieausweis

Der Energieausweis beschreibt die Energieeffizienz bzw. den potenziellen Verbrauch einer Immobilie. Dieser muss bis auf wenige Ausnahmen dem Käufer vor dem Kauf ausgehändigt werden.

 

Erschließungskosten

Aufwendungen für den Anschluss des Grundstücks an die Versorgung, Kanalisation, an öffentliche Verkehrswege und an die Wasser- und Energieversorgung. Diese fallen bei einem Neubau an. Auch bei bestehenden Immobilien können Erschließungskosten anfallen, z.B. wenn die Straße erneuert wird.

 

Euribor

EURIBOR (Abkürzung für „European Interbank Offered Rate“) ist der Zinssatz für Gelder, die zwischen europäischen Banken gehandelt werden.

– in Bearbeitung –